Stadtrundgang durch Kuppenheim

Rückblick auf den Ausflug vom 13.03.2022

Mit einem Stadtrundgang durch Kuppenheim wollte der Schwarzwaldverein Ettlingen die Sehenswürdigkeiten der ehemaligen badischen Amtsstadt erwandern. Wer durch Kuppenheim mit dem Auto fährt, ärgert sich eigentlich immer über die subjektiv sehr lang empfundene Rotphase an der Ampel bei der Kirche, ohne zu ahnen, dass wenige Meter von ihm entfernt einige historische Sehenswürdigkeiten zu bewundern sind. Grund genug, dieser im Dornröschenschlaf steckenden ehemaligen Amtsstadt einen Besuch abzustatten.

Kuppenheim geht ebenso wie das nur wenige Kilometer entfernt liegende Gernsbach auf eine Gründung des Ebersteiner Grafengeschlecht zurück. Leider hat die ehemalige Amtsstadt nach ihrer Zerstörung im 16. Jahrhundert ihre Bedeutung an die nahe gelegene Residenzstadt Rastatt verloren und wird deshalb - leider zu Unrecht - oftmals nicht beachtet.

Die genaue Gründung von Kuppenheim liegt bis heute im Dunkeln. Möglicherweise existierte bereits zur Römerzeit eine Siedlung entlang der über die Murg führenden Römerstraße. Ende des 11. Jahrhunderts gründeten die Grafen von Eberstein als Lehensinhaber des Bistums Speyer die Stadt. Sie bauten ein Schloss, das allerdings bereits im 13. Jahrhundert niederbrannte. Nach dem Übergang an die Markgrafschaft Baden wurde das wieder aufgebaute Schloss Sitz der Amtleute, bis es 1688 endgültig abgerissen wurde. Von der alten Stadtanlage ist leider nicht allzu viel erhalten. 1642 wurde Kuppenheim geplündert und 1689 bis auf ein Haus niedergebrannt. In der badischen Revolution war Kuppenheim Hauptquartier des preußischen Generals von Gröben.

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