Gleichzeitig sprach er zentrale Herausforderungen an. Der gesellschaftliche Wandel hin zu stärkerer Individualisierung wirkt sich auch auf den Verein aus: Im vergangenen Jahr gingen 14 Mitglieder durch Tod oder Austritt verloren, im laufenden Jahr weitere sieben. Dem stehen lediglich fünf Neueintritte gegenüber. Bei aktuell 158 Mitgliedern ist diese Entwicklung zwar noch verkraftbar, erfordert jedoch Aufmerksamkeit. Trotz allem zeigt sich der Ortsverein Ettlingen weiterhin lebendig, aktiv und attraktiv.
Eine große Chance liegt in den wichtigen, oft wenig bekannten Aufgaben des Vereins. Diese gilt es selbstbewusster nach außen zu kommunizieren: Wandern wirkt Vereinsamung entgegen, Gäste sind jederzeit willkommen, und die Wegeverwaltung sorgt für den freien Zugang zur Natur.
Ein weiteres Problem ist die unzureichende Besetzung von Funktionsstellen, die teils in Personalunion ausgeübt werden müssen und dadurch erhebliche Kräfte binden. Wirtschaftlich steht der Verein auf solider Basis. Die größte Herausforderung bleibt jedoch die Pflege des rund 170 Kilometer langen Wegenetzes. Die Unterstützung durch einen Wegewarthelfer hat hier bereits für Entlastung gesorgt.
Erfreulich ist die wachsende Wahrnehmung des Schwarzwaldvereins in der Öffentlichkeit. So beteiligt sich der Verein am 14.05.2026 am „Tag des Wanderns“ mit einer Tour zu einem Überbleibsel des Ettlinger Riegels sowie an der Ehrenamtswoche der Stadt Ettlingen mit einer historischen Führung.
Ein besonderer Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung langjährig engagierter Mitglieder. Die Bezirksvorsitzende Dr. Charlotte Kämpf verlieh dem Wanderwart Werner Deininger und dem Wegewart Michael Müller das silberne Ehrenzeichen für ihre herausragenden Verdienste. Das bronzene Ehrenzeichen erhielten Dr. Peter Hilgers und Doris Deininger für ihre langjährige Verwaltungstätigkeit. Zudem wurde Bernd Reiniger für 40 Jahre und Johannes Bartl für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.


