Ausflug nach Neuf-Brisach

Breisach am Rhein ist fast jedem bekannt. Eine reizvolle Altstadt mit einem sehr bekannten Münster. Aber wo liegt eigentlich Neuf Brisach und was verbindet dieses Städtchen mit dem Breisgauer Breisach? Dieser Frage widmete sich unser diesjähriger Ausflug.

Die Festung

Im 17. Jahrhundert wurde das stark befestigte Breisach ebenso wie das gesamte Elsass von Frankreich annektiert. Nach dem Frieden von Rijswijk musste Breisach 1697 allerdings wieder an Österreich, zu dem damals der Breisgau gehörte, zurückgegeben werden. Frankreich verlor dadurch seine Befestigung am Oberrhein. Ludwig der XIV. entschloss sich deshalb, eine neue Befestigungsanlage auf französischem Boden zu errichten. Sein Festungsarchitekt Vauban wurde mit dem Bau einer Gegenfestung zu Breisach beauftragt. Dieser errichtete in den Jahren von 1697 bis 1703 die damals größte barocke Befestigungsanlage. Nachdem Breisach 1703 wieder französisch geworden war, wurde der Festungsbau nach Vollendung des ersten Befestigungsringes eingestellt. Die Festung selbst wurde nie erobert und spielte bis zum 1. Weltkrieg eine bedeutende Rolle bei der französischen Oberrheinbefestigung.

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Wir begaben uns bei dem Besuch zusammen mit dem Festungsbauarchitekten Vauban bzw. dessen Stellvertreter auf eine Erkundungsexkursion. Bei einer kostümierten Führung lernten wir auf recht heitere Weise die Geheimnisse des barocken Festungsbaus kennen. Zahlreiche Gänge und Wälle durchwandernd verloren wir bald die Orientierung, was im Grunde genommen zu den Geheimnissen der Festungsbauten gehörte. Viele Tricks aber auch Probleme der damaligen Arbeiten wurden uns anschaulich erläutert. So erfuhren wir, dass die Baumateriealien von einem Kanal aus Rouffach herbeigeführt wurden. Geheime Gänge und Schwachpunkte der Festung wurden ebenso erläutert, wie die Lebensverhältnisse der damaligen Bevölkerung. Am Ende der Führung gab es daher reichlichen Applaus für die beiden Vauban beziehungsweise dessen Stellvertreter darstellenden Führer. Ein einmaliges uns alle begeisterndes Erlebnis.

Nach dem Mittagessen stand Breisach auf dem Programm. Aber diesmal galt unser Interesse nicht dem Münster oder der befestigten Altstadt. Nein diesmal wollten wir das Geheimnis der Sektherstellung bei der bekannten Sektkellerei Geldermann erkunden. Wir wollten wissen, wie kommen die Perlen in den Wein. Bei einer Kellerführung, bei dem wir die uralten Kellergewölbe im Schlossberg durchstreiften, wurden wir in die Geheimnisse der Flaschengärung eingeweiht. Zahllose Flaschen des werdenden Sektes kreuzten dabei unseren Weg. Am Ende wollten wir auch wissen, wie der gereifte Sekt schmeckt. Bei einer Sektverkostung durften wir die hohe Qualität des Sektes selbst überprüfen.

Bei unseren Wanderungen oder kulturellen Veranstaltungen sind Gäste immer recht herzlich willkommen. Die Wanderungen oder Ausflüge werden rechtzeitig im Amtsblatt und hier angekündigt.

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